Wirtschaftsblatt

3/2011

 

Perfekte Mehrzwecksysteme

Rheine in Westfalen ist ein guter Platz für Ingenieure mit Ideen, denn hier werden Sonderschienenfahrzeuge entwickelt, die Menschen und Waren in Bewegung halten. In seiner Nische gehört der Hersteller Windhoff zu den technischen Marktführern.

Aktuell beschäftigt Windhoff am Hauptsitz in Rheine 225 Fachkräfte aus unterschiedlichen Berufsfeldern. "Wir sind leistungsstarke Systemkombinierer, weil auch unsere Ingenieure und Techniker in interdisziplinären Teams zusammenarbeiten", erläutern die Geschäftsführer Manfred Schmitz und Georg Vennemann. Das Duo nutzt aktuell unterschiedliche Instrumente, um zusätzliche Maschinenbau- und Bahntechnikspezialisten für Windhoff zu interessieren. "Unsere besten Trümpfe im Werben um neue Mitarbeiter sind natürlich die abwechslungsreichen und anspruchsvollen Herausforderungen, die in jedem unserer Aufträge stecken", wissen Schmitz und Vennemann. Zusätzlich bietet Windhoff seinen Mitarbeitern umfangreiche Weiterbildungsangebote, duale Studienplätze, Hochschulstipendien sowie die Möglichkeit, internationale Erfahrungen zu sammeln. Der Sonderfahrzeugbauer aus Rheine befindet sich inhabertechnisch in bester Gesellschaft. Seit 2002 bildet Windhoff gemeinsam mit zwei weiteren Spezialunternehmen die Sparte Anlagenbau der Unternehmensgruppe Georgsmarienhütte.

Auf den Schienen dieser Welt
Fahrbare Bahntechnik von Windhoff kommt weltweit beim Bau und der Instandhaltung von Gleisanlagen und Oberleitungen zum Einsatz. Sie übernimmt Cargo-, Rangier-, Lösch- und Rettungsaufgaben. Darüber hinaus hat sich Windhoff in der internationalen Bahnindustrie einen Namen als Generalausrüster für alle Werkstattbereiche gemacht. Für die Industrie liefert Windhoff Schrottkorbfähren, Pfannentransporter, Torpedopfannenwagen und Rangierfahrzeuge. Um im globalen Wettbewerb noch besser zu bestehen, haben die Entwickler aus Rheine ein intelligentes Modulsystem kreiert. "Die neue Technik flexibilisiert den Einsatz der Fahrzeuge und erhöht ihre Effizienz und Wirtschaftlichkeit", erklärt Technikchef Manfred Schmitz. Dessen Vertriebsleute nehmen aktuell alle wichtigen internationalen Märkte ins Visier. Denn: Wo riesige Schüttgutmengen bewegt werden, sind Lösungen von Windhoff erste Wahl. Zuletzt lieferten die Münsterländer einen riesigen Schrottkorb-Transportwagen an ein Stahlwerk im baden-württembergischen Kehl. Das fast 15 Meter lange Schienenfahrzeug hat eine Tragfähigkeit von 140 Tonnen. Sein neues Einsatzgebiet erreichte der Gigant ausnahmsweise nicht auf Schienen, sondern auf einem Schiff.

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